Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern (U4-U7) Teil 2

Weiter geht es heute mit der Artikelserie „Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern“ (U4-U7).

U4

Sie wird zwischen dem 3. und 4. Lebensmonat durchgeführt. Es wird wieder das Gewicht sowie die Größe festgehalten. Außerdem schaut sich der Arzt die Fontanelle (Knochenlücke am Kopf des Kindes) an. Er prüft so ob der Schädel ausreichend Platz zum Wachsen hat. Schließlich werden noch die folgenden Dinge untersucht:

  • Beweglichkeit und Reaktionsvermögen des Säuglings (kann das Kind das Köpfchen halten, wenn man es an den Händen hochzieht?)
  • Information über Impfungen
  • außerdem wird ab sofort die Farbe des Stuhls geprüft um zu sehen ob das Kind Erkrankungen der Gallenwege aufzeigt

 

U5

Die U5 wird zwischen dem 6. und 7. Lebensmonat durchgeführt. Folgendes wird überprüft:

  • die Reaktion des Babys auf die Umgebung
  • der noch vorhandene Greifreflex wird bewertet
  • Kontrolle von Gewicht und Größe
  • schielt das Kind?
  • Kontrolle des Hörvermögens

 

U6

Sie ist die letzte Untersuchung im „Baby-Alter“. Die U6 wird zwischen dem 10. und 12. Lebensmonat durchgeführt. Es werden das Gewicht und die Größe festgehalten. Die Körperfunktionen sowie das Sehvermögen werden überprüft. Schließlich schaut sich der Arzt die Sprachentwicklung an. Weitere Impfungen werden besprochen und durchgeführt.

 

U7

Die U7 findet im Alter von 2 Jahren statt. Hier beginnt das „Kleinkind-Alter“. Das Kind sollte sicher laufen, sich bücken und wieder aufrichten können. Treppensteigen ist mit geringer Hilfe nun auch möglich. Die Feinmotorik wird überprüft und es führt kleinere Anweisungen aus. Einfache Gegenstände werden benannt und die ersten kleinen Sätze werden gesprochen (Ein-Wort bis Sechs-Wort-Sätze). Der Wortschatz sollte jetzt bei 50 Wörtern (es zählen auch Tierlaute) liegen. Ist dies nicht der Fall, dann ist ab hier große Vorsicht geboten. Spätestens in einem halben Jahr sollte der Arzt erneut aufgesucht werden, damit man ab hier eine Verordnung für Logopädie bekommt. Das „Risiko“ einer Late Talker-Symptomatik liegt vor. Dies kann die Kinder später sehr beeinträchtigen.

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